Der Herstellungsprozess besteht aus mehreren Phasen, wobei das Ziel einer jeder Phase die Zucht gesunder Fische ist, die reich an Nährwerten sind. In den Teichen von PP Orahovica werden Fische in Polykultur gezüchtet, um das Produktionspotential besser zu nutzen. Neben der dominierenden Karpfenart werden auch Graskarpfen, Marmorkarpfen, Flusswelse, Hechte und Zander gezüchtet. Je nach Intensität der Zucht werden Fische in einem halbintensiven und intensiven System gezüchtet, und zusätzlich zu natürlichem Futter wird hochwertiges extrudiertes Futter verwendet.
Im Fischproduktionssystem befindet sich auch ein mit höchst moderner Technologie ausgestattetes Labor zur Überwachung der Wasserqualität, welches eine maximale Nutzung von natürlichem Futter gewährleistet und somit ideale Bedingungen für die Zucht gesunder und hochwertiger Fische schafft.
Die Automatisierung von Fischteichen
Eine der wichtigsten Anforderungen der Produktion ist die Gewährleistung einer intensiven Produktion bei maximaler Effizienz sämtlicher Geschäftsprozesse. Darüber hinaus muss ein Qualitätssystem zur Überwachung, Messung und Kontrolle bereitgestellt werden, welches alle Informationen sicherstellt, die zur Überwachung und Steuerung der Produktion erforderlich sind. In den Fischteichen von PP Orahovica werden diese Anforderungen mithilfe der modernsten Lösungen aus den Bereichen Energetik, Netzwerktechnologien, Automatisierung und Softwarelösungen umgesetzt.
Das Informationssystem zur Unterstützung der Teichwirtschaft von PP Orahovica:
- Die Integration von Herstellungsprozessen von der Vorbereitung der Zuchtflächen bis zu den letzten Phasen der Lagerung und Lieferung von Fisch auf den Markt,
- Die Verfügbarkeit von Schlüsseldaten während des gesamten Herstellungsprozesses der Fischzucht und -haltung (Kategorisierung der Fische, Fütterung, Umwandlung (Futterverwertungsverhältnis FCR / Futterverwertungseffizienz FCE), Zuwachs, Zustand der Ichthyomasse, agrotechnische Maßnahmen, ...),
- Die Kontrolle und Optimierung der Produktionskosten zur Steigerung von Effizienz und Wirksamkeit,
- Die Kontrolle des Endprodukts in allen Zuchtstadien vom Laichen und der Larvenbildung bis hin zum Speisefisch.
Die Fischteiche von PP Orahovica sind mit modernster Technologie für die Süßwasserfischzucht ausgestattet. Die vollständige Automatisierung ermöglicht die Versorgung sämtlicher Teile des Teichs mit Strom. Zudem wird ein optisches Netzwerk bereitgestellt, sodass alle Teiche in einem einzigartigen System verbunden sind, das durch automatisierte Fütterung vom zentralen Raum aus betrieben wird. Darüber hinaus verfügt das System jederzeit über Daten zu Wasserparametern (Sauerstoff, pH-Wert, Wassertemperatur usw.), wodurch die Fischüberwachung sowie optimale Bedingungen für die Fischzucht erreicht werden können.
Die Brutanlage
In PP Orahovica werden durch das künstliche Laichen von Fischen die Vorteile von Fortpflanzungsverfahren ausgenutzt und kombiniert, womit Folgendes ermöglicht wird:
- bessere Verwertung von Fischrogen und Fischmilch (hohe Befruchtungsrate),
- konsequente Umsetzung von Veredelungsmethoden (Gewinnung von Nachkommen von vorgewählten Brutfischen),
- signifikante Reduzierung der Verluste durch Optimierung der Bedingungen für die Inkubation befruchteter Fischrogen und die Erstzucht von Fischlarven.
Das Unternehmen PP Orahovica hat seine Brutanlage in den Fischteichen von Baranja, welche aus zwei getrennten Kreislaufsystemen besteht. Ein System dient dazu, die Brutfische auf das Laichen vorzubereiten, und das andere dient zur Inkubation von Fischrogen und Aufzucht von Larven. Ein Teil der Brutanlage zur Vorbereitung von Brutfischen auf das Laichen besteht aus 6 größeren und 6 kleineren sowie 2 großen kreisförmigen Becken.
In den Fischbecken ist es möglich, die erforderlichen Wasserparameter CO2, pH und O2 automatisch zu überwachen. Der Bereich für die Inkubation von Fischrogen ist mit modernsten zugeer-Anlagen und Gefäßen für den Empfang von Larven ausgestattet. Hier befinden sich auch spezielle zugeer-Anlagen zur Inkubation von Hechtrogen sowie zweckbestimmte quadratische Gefäße zur Inkubation von Flusswelsrogen. Die gesamte Kapazität der Brutanlage beträgt 50 Millionen Larven pro Turnus.
Zur Brutanlage gehört auch ein Labor, das mit höchst moderner Technologie ausgestattet ist, die für die Qualitätsarbeit der Brutanlage erforderlich ist und die besten Voraussetzungen für die spätere Zucht von Süßwasserfischen bietet.


